… führten uns vor dem 1. Advent in die Barockscheune nach Volkach. Die Regionalgruppe Volkach-Gerolzhofen des Hospizvereins Würzburg hatte wieder zu einem wunderbaren Märchenabend geladen.
In diesem Jahr saßen rund 75 Besucher*innen mitten in einer Bilderausstellung und genossen in diesem besonderen Ambiente einen Reigen von Märchen und Geschichten, vorgetragen von den Märchenerzählerinnen Regina Graf, Bettina Markones und Diana Weckert, sowie dem Mundartdichter Peter Fuchs. Wir lauschten sowohl bekannten als auch unbekannten Märchen und Geschichten, wobei alle unterschiedliche Wege zum Glück aufzeigten. So hörten wir beispielsweise von den drei Glückskindern, die mit Hilfe eines Hahns, einer Sense und einer Katze zu großem Reichtum gelangten, oder vom Honigbaum und seinem Freund, dem Honigsauger aus Afrika, der seinen Freund den Baum vor einer Feuerkatastrophe retten konnte.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von Herrn Walter Grübl, der mit eigens komponierten Gitarrenstücken für meditative Momente sorgte.
Zwischendurch durften wir eine wärmende „Wegzehrung“ (auch Märchenwege machen hungrig) in Form von Kürbissuppe, Häppchen mit Kürbisaufstrich, Gewürzkuchen und Punsch erfahren.
Doch was hat ein Märchenabend mit dem Hospizverein Würzburg e.V. zu tun? Unsere Hospiz- und Trauerbegleiterin Frau Sonja Prexler-Schwab aus der Regionalgruppe Volkach-Gerolzhofen fand einladend sehr passende Worte dazu, indem sie die Märchenwege mit unseren Lebenswegen verglich. Auch diese sind nicht immer geradlinig, sie können verworren sein, in die Irre führen, manchmal steil bergauf verlaufen, aber unter Umständen auch in einer Sackgasse enden. Im besten Fall erhoffen wir uns zum Schluss alle ein Happyend. Auf diesen unseren Wegen ist es wichtig, Begleitpersonen zu haben, die einem beistehen, einen führen oder geleiten. Solche Wegbegleiter können auch unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen und Trauerbegleiter*innen sein, die Schwerstkranke begleiten, sterbenden Menschen bis zum Tod beistehen und Trauernden zur Seite stehen.
Wie kann es uns nun gelingen, unser persönliches Glück zu finden? Eine Antwort auf diese Frage könnte ein Zitat von Buddha sein: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.“
In diesem Sinne danken wir Frau Prexler-Schwab, allen Helfer*innen und Beteiligten für diesen mit vielen Glücksimpulsen versehenen tollen Abend und freuen uns schon auf den nächsten Märchenabend im kommenden Jahr!