„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.“ (Virginia Satir)
In der Hospizbegleitung treten wir immer in Kontakt bzw. in Beziehung zu Menschen. Manche Kontakte sind langfristig und intensiv, andere genau das Gegenteil.
Für eine gesunde Psyche ist bei jeder Begleitung eine gute Balance aus Nähe und Distanz zu dem jeweiligen Menschen und in der jeweiligen Situation wichtig. Das kann nur gelingen, wenn wir auf uns achten und gut einschätzen können.
So schauten wir am ersten Adventswochenende mit Frau Susanne Seelbach, freiberufliche Dozentin, Systemische Beraterin, genauer auf das Thema. Der Tag war gefüllt mit viel theoretischem Input, kleinen Übungen der Selbsterfahrung, aber auch Zeit zum gegenseitigen Austausch und Reflektion.
Frau Seelbach fasst die Inhalte auf ihrem Handout wie folgt zusammen:
„Strategien zur Balancierung von Nähe und Distanz umfassen klare Kommunikation über Bedürfnisse und Grenzen, Achtsamkeit und das Setzen sowie Respektieren von Grenzen. Weitere wichtige Aspekte sind die wertschätzende Haltung, die Bewusstheit für nonverbale Zeichen und die regelmäßige Reflexion eigener Verhaltensweisen, eventuell im Austausch mit anderen.“
Wir danken Frau Seelbach für den angenehmen und aufschlussreichen Tag!
Text und Fotos: Sabrina Helmrich-Zimmermann